QR-Code drucken: Fehler vor dem Gut zum Druck vermeiden
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Ein Verein lässt die Flyer für sein Quartierfest drucken. Am Tag der Verteilung versucht jemand, den QR-Code zu scannen: Nichts passiert. Der Code ist hübsch, in den Farben des Vereins, aber zu blass, um gelesen zu werden. Die Flyer sind bereits gedruckt.
Dieser Ratgeber geht die häufigsten Fehler durch, die Sie prüfen sollten, bevor Sie das Gut zum Druck unterschreiben. Die Tipps gelten unabhängig vom Werkzeug, mit dem Sie Ihren Code erstellen, ob Sie ein Geschäft führen, als Grafiker arbeiten oder eine Druckerei betreiben.
Vor der Gestaltung: Was der Code öffnen soll
Ein vorläufiges Ziel
Der QR-Code enthält eine Adresse. Führt sie zu einer bestimmten Datei, einer vorübergehenden Seite oder einem Link, den Sie ändern möchten, führt der gedruckte Code immer zu genau dieser Adresse.
Fragen Sie sich vor dem Druck, ob dieses Ziel in einigen Monaten noch stimmt. Wenn nicht, brauchen Sie eine Adresse, die sich nie ändert, oder einen dynamischen Code, dessen Ziel sich nach dem Druck ändern lässt. Den Unterschied erklärt unser Artikel Statischer oder dynamischer QR-Code.
Ein Inhalt, der auf dem Handy nicht lesbar ist
Der Code funktioniert, aber die Seite, die sich öffnet, ist ein PDF für ein A4-Blatt, mit winziger Schrift. Wer scannt, zoomt, verliert den Überblick und gibt auf.
Öffnen Sie das Ziel auf Ihrem eigenen Handy, so wie es eine fremde Person tun würde:
- Lässt sich der Text ohne Zoomen lesen?
- Öffnet sich die Seite schnell, auch bei schwachem Netz?
- Ist das Gesuchte sofort sichtbar?
Und schreiben Sie neben den Code einen Satz, der sagt, was man beim Scannen findet: «Scannen und das Programm ansehen».
Gestaltungsfehler
Zu wenig Kontrast
Ein Handy sucht dunkle Quadrate auf hellem Grund. Typische Fehler:
- ein hellgrauer, gelber oder pastellfarbener Code auf weissem Grund;
- ein Code auf einem Foto oder einem Muster;
- ein invertierter Code, hell auf dunklem Grund: Manche Handys lesen ihn schlecht.
Halten Sie den Code dunkel auf hellem, einfarbigem Grund. Die Farben Ihrer Marke haben ihren Platz im Rahmen, im Begleittext oder auf dem übrigen Druckerzeugnis.
Ein beschnittener weisser Rand
Rund um den Code braucht es einen leeren Rand in der Hintergrundfarbe, die «Ruhezone». Sie zeigt dem Handy, wo der Code beginnt und wo er endet.
Oft verschwindet sie beim Layout: Man beschneidet das Bild, um Platz zu sparen, oder setzt den Code direkt an einen Rand, eine Linie oder einen Text. Enthält Ihre Datei bereits einen Rand, beschneiden Sie ihn nicht.
Ein zu grosses Logo oder ein zu stark verzierter Code
Ein QR-Code verträgt es, dass ein kleiner Teil verdeckt wird: Deshalb lässt sich ein Logo in die Mitte setzen. Doch diese Toleranz hat Grenzen. Ein zu grosses Logo, zu stark abgerundete Quadrate, neu gezeichnete Positionsmarken oder ein Farbverlauf können den Code auf manchen Handys unlesbar machen.
Testen Sie jede Anpassung. Braucht der Code lange, bis er erkannt wird, verkleinern Sie das Logo oder kehren Sie zu einer klassischeren Form zurück.
Ein Code, der für die Leseentfernung zu klein ist
Es gibt keine Grösse, die überall passt. Sie hängt von der Leseentfernung, der Beleuchtung und der Menge an Information im Code ab: Je länger die Adresse, desto mehr kleine Quadrate enthält der Code und desto grösser muss er sein.
Ein Code auf einer Visitenkarte wird auf Armlänge gelesen, auf einem Plakat vom Trottoir aus. Testen Sie in der tatsächlichen Entfernung.
Fehler beim Material
Eine glänzende Oberfläche
Glanzfolie, Lack oder Laminierung spiegeln das Licht von Lampen und Sonne. Die Spiegelung fällt auf den Code, und das Handy erkennt nichts mehr. Wählen Sie eine matte Oberfläche, zumindest im Bereich des Codes.
Eine gewölbte, gefaltete oder schwierige Fläche
Auf einer Flasche, einem Becher oder einer Tasche verzerrt sich der Code. Auf einem gefalteten Flyer kann der Falz mitten hindurchgehen. Stark strukturiertes Papier, Stoff, Holz oder Glas verändern zudem den Kontrast.
Platzieren Sie den Code auf einer flachen Stelle, weg von Falzen, und machen Sie einen Test auf dem echten Material, bevor Sie die ganze Serie drucken.
Fehler in der Datei
Ein unscharfes oder verzerrtes Bild
Ein QR-Code, der aus einem Bildschirmfoto kopiert und dann vergrössert wird, hat unscharfe Kanten. Verwenden Sie die Originaldatei im schärfsten Format, das Ihr Werkzeug anbietet, und ein Vektorformat, falls Ihre Druckerei eines braucht.
Ein Code muss zudem quadratisch bleiben. Gestreckt oder retuschiert kann er unlesbar werden. Von Hand umgefärbt oder ohne Kontrolle in Druckfarben umgewandelt, kann er an Kontrast verlieren. Scannen Sie ihn nach jeder Bearbeitung erneut.
Der falsche Code in der finalen Datei
Zwischen mehreren Versionen eines Entwurfs kann ein alter Code oder der eines anderen Projekts in der Datei landen, die an die Druckerei geht. Scannen Sie den Code auf dem Proof, nicht nur auf Ihrem Entwurf.
Der Test vor dem Gut zum Druck
Mehrere Handys, unter echten Bedingungen
Testen Sie mit einem iPhone und einem Android-Handy, neuen und älteren, mit der Kamera, so wie es eine Passantin tun würde, ohne spezielle Scanner-App. Drucken Sie einen Proof in Endgrösse auf einem Papier, das dem endgültigen Material nahekommt, und scannen Sie ihn dort, wo er eingesetzt wird, bei echter Beleuchtung.
Checkliste
☐ Der Code öffnet sich beim ersten Versuch auf jedem getesteten Handy: iPhone und Android, neue und ältere.
☐ Er lässt sich in der tatsächlichen Entfernung und bei echter Beleuchtung lesen.
☐ Er ist dunkel auf hellem, einfarbigem Grund, mit einer intakten Ruhezone auf allen vier Seiten.
☐ Logo und Anpassungen stören das Lesen nicht.
☐ Das Material spiegelt nicht; der Code ist weder gewölbt noch gefaltet.
☐ Der Code führt zum richtigen Ziel, aktuell und auf dem Handy lesbar.
☐ Ein Begleitsatz sagt, was man beim Scannen findet.
Druckereien und Agenturen: zwei Fragen an die Kundschaft
- Ist das Ziel endgültig? Will die Kundin den Link später ändern, erspart ihr ein dynamischer Code einen Neudruck.
- Wenn der Code dynamisch ist: Wer verwaltet ihn, und was passiert mit ihm, wenn das Abo endet? Manche Dienste schalten die Codes nach einer Testphase ab. Das sollte man vor dem Druck wissen.
Mit Scanoa einen QR-Code für den Druck vorbereiten
Scanoa erstellt dynamische QR-Codes: Der gedruckte Code bleibt gleich, und Sie ändern sein Ziel, sogar seinen Inhaltstyp, wann Sie wollen. Sie können die Farben anpassen und ein Logo in die Mitte setzen; die App warnt Sie, wenn das Logo zu viel vom Code verdeckt. Testen Sie das Ergebnis trotzdem vor dem Druck.
Sie sehen, wie oft Ihr Code gescannt wird, ohne Tracking: Die IP-Adresse wird nie gespeichert und beim Scannen wird kein Cookie gesetzt. Die Daten sind in Europa gehostet.
Statische QR-Codes sind kostenlos und unbegrenzt und laufen nie ab, auch ohne Abo. Kostenloser Plan mit 3 dynamischen QR-Codes. Ohne Kreditkarte. Im Gratis-Plan werden die dynamischen QR-Codes nach 1’000 Scans im Monat bis zum 1. des Folgemonats pausiert; wer sie scannt, sieht eine Seite «vorübergehend nicht verfügbar». Ein kostenpflichtiger Plan aktiviert sie sofort wieder, mit unbegrenzten Scans.
Häufige Fragen
Kann man ein Logo in die Mitte eines QR-Codes setzen?
Ja, wenn es klein bleibt. Testen Sie den Code danach mit mehreren Handys; wird er nur langsam erkannt, verkleinern Sie das Logo.
Wie gross muss ein QR-Code mindestens sein?
Es gibt keine einheitliche Grösse: Sie hängt von der Leseentfernung und der Länge der Adresse ab. Drucken Sie einen Proof in Endgrösse und testen Sie ihn in der tatsächlichen Entfernung.
Was tun, wenn sich das Ziel nach dem Druck ändert?
Bei einem statischen Code müssen Sie neu drucken oder dieselbe Adresse behalten und deren Inhalt ersetzen. Bei einem dynamischen Code ändern Sie das Ziel, ohne die Drucksache anzurühren.
Was passiert mit einem dynamischen Scanoa-Code, wenn ich nicht mehr bezahle?
Nichts wird gelöscht. Bei einer Kündigung kehrt Ihr Arbeitsbereich zum Gratis-Plan zurück: Ihre ältesten dynamischen QR-Codes bleiben im Rahmen seines Limits aktiv, die übrigen sind bis zu einem neuen Abo pausiert. Statische Codes funktionieren immer.
Ein paar Minuten Test vor dem Gut zum Druck kosten weniger als eine Serie, die neu gedruckt werden muss.
Erstellen Sie Ihren QR-Code, testen Sie ihn vor dem Druck und ändern Sie sein Ziel, wann Sie wollen. Kostenloser Plan mit 3 dynamischen QR-Codes. Ohne Kreditkarte.